Socken im Bett: Absolutes No-go oder der Stoff, aus dem die Träume sind?

Es gibt wohl kaum ein Stück Textil, das in Sachen Nachtruhe für mehr Diskussionsstoff sorgt: An der Frage „Socken im Bett – ja oder nein?“ scheiden sich nach wie vor die Geister. Für die einen von uns ist die Fußbekleidung zwar unverzichtbar für die (stylishe) Ergänzung der Alltagsgarderobe. Im Bett hat sie aber nichts verloren, weil sie als unpraktisch, unhygienisch oder auch einfach als unsexy betrachtet wird. Für die anderen hingegen sind Socken im Bett schlicht und ergreifend der Stoff, aus dem die Träume sind. Fluffig-anschmiegsam und wärmend, sind Kuschelsocken gerade jetzt im ungemütlich nasskalten Winter unverzichtbarer Bestandteil des allabendlichen Entspannungs- und Schlafrituals.

Als Botschafter des guten Schlafes haben wir einen näheren Blick auf das Thema geworfen, das die Gemüter erhitzt. Dabei haben wir festgestellt, dass in den umstrittenen „Socken fürs Bett“ doch einige – sogar wissenschaftlich erwiesene – Vorteile stecken, die den erholsamen Schlaf fördern.

In Socken schneller zu süßen Träumen

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Sockenträger rund 15 Minuten früher einschlafen als Menschen, die barfuß zu Bett gehen. Der Grund dafür – Bettsocken beschleunigen quasi den natürlichen Vorgang unseres Körpers, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Wenn unsere Körpertemperatur abnimmt, werden wir schläfrig. Am niedrigsten ist sie nachts, wenn wir in tiefen Schlaf versinken. Vereinfacht ausgedrückt, passiert Folgendes:

Socken sorgen für warme Füße. Diese wiederum bewirken, dass sich die Blutgefäße in unserem Körper schneller erweitern, um die entstandene „Sockenwärme“ wieder an die äußere Umgebung abzugeben. Die Kerntemperatur unseres Körpers sinkt also. Genau dieser Temperaturabfall signalisiert unserem Gehirn: Jetzt beginnt die Schlafenszeit – und zwar rund 15 Minuten früher als ohne Kuschelsocken im Bett!

Da steckt viel wohltuende Pflege drin

Socken im Bett führen uns aber nicht nur schneller zu erholsamem Schlaf. Sie bieten dabei auch noch jede Menge Platz für wohltuende Fußpflege: Nach einem angenehm warmen Bad und reinigendem Peeling tut eine Massage mit einer fettenden Creme unseren Füßen so richtig gut – vor allem nach einem Tag im Dauereinsatz, bei dem uns unsere Füße in Stiefeln und Schuhen sicher durch den ungemütlichen Winter bringen. Weiche Socken sorgen dafür, dass die Creme gut einziehen kann und unsere Füße die Wohlfühlpflege erhalten, die ihnen zusteht.

Passende Socken für den guten Schlaf

Die wahren Bett-Socken-Fans unter uns wissen es natürlich längst. Aber alle, die sich zum ersten Mal auf die Socken ins Traumland machen, sollten ein paar ganz simple Regeln beachten:

  • Die Socken fürs Bett sollten niemals dieselben sein, die man den ganzen Tag über getragen hat
  • Schlaf-Socken sollten aus einem kuscheligen, weichen und natürlichen Material wie Schafschurwolle oder Kaschmir bestehen
  • Am besten geeignet fürs Schlafen sind Kuschelsocken ohne festen Gummibund, weil sie während der Nachtruhe eine ungehinderte Blutzirkulation ermöglichen

Ausgeschlafen, auch ohne Bettsocken

Trotz aller Vorzüge, die für kuschelige Socken im Bett sprechen, müssen überzeugte Bettsocken-Verweigerer nicht unausgeschlafen in den Tag starten. Der erholsame Sockeneffekt lässt sich auch ganz einfach nachstellen – beispielsweise mit einem warmen Kirschkernkissen oder einer Wärmflasche. Die sollten aber auf keinen Fall zu heiß sein, um nackten Füßen schmerzhafte Blessuren zu ersparen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Füße einfach in eine zusätzliche Decke einwickeln. So werden kalte Füße im Bett auch ohne Socken schneller warm – und damit zu einer perfekten Grundlage für guten Schlaf. Und den zu erreichen, ist doch die Hauptsache, ganz egal ob mit oder ohne Socken.