Weihnachten – feiert Jette Joop klassisch oder modern?

EXKLUSIVES INTERVIEW MIT DESIGNERIN JETTE JOOP

In wenigen Tagen ist es wieder soweit: das Weihnachtsfest steht vor der Tür. So unterschiedlich die Menschen, so vielseitig ist auch ihre Art Weihnachten zu verbringen. Aber wie sieht es an Weihnachten eigentlich bei Jette Joop aus? Ihre Designs werden gefeiert und geliebt für ihre stilvolle Reduktion. Und wie mag sie es selbst zu Weihnachten – klassisch-opulent oder minimalistisch-modern? Lesen Sie Ihre Antworten hier im Interview:

Frau Joop, was bedeutet die Weihnachtszeit ganz allgemein für Sie?

Jette Joop: Weihnachten erinnert einen immer an die Kindheit. Es ist so ein aufregender Moment. Und wenn man eigene Kinder hat, genießt mach Weihnachten noch mehr, weil man es ihnen und sich selbst schön machen möchte. Ich liebe es, wenn es an Weihnachten zuhause geschmückt ist und gut duftet. Ich mag Amaryllis, also Weihnachtssterne, sehr gerne und bastle gerne Hexenhäuser. Wir sind aber nicht religiös, gehen also nicht in die Kirche. Mein kleiner Sohn, der eher so ein kreativ-wissenschaftlicher Typ ist, hat sich beispielsweise schon bedauerlich früh von ganz allein vom Weihnachtsmann verabschiedet. So nach dem Motto „Hör mir auf mit dem Weihnachtsmann, Mama, den gibt’s doch gar nicht.“ Da lässt er sich nichts erzählen.

Verbringen Sie Weihnachten in Berlin?

Jette Joop: Das steht noch nicht so genau fest, aber es wird wahrscheinlich Berlin. Danach verreisen wir.

Wird bei Ihnen von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtstag „durchgefeiert“? Oder gönnen Sie sich vor allem Entspannung und Ruhe zu dieser Zeit?

Jette Joop: Dieses mal werden wir wohl „durchfeiern“. In den letzten Jahren sind wir recht schnell nach Heiligabend verreist. Aber ich freue mich auf Weihnachten. Obwohl es auch ziemlich deprimierend sein kann, wenn etwas schiefgeht.

Ja, die Ansprüche an ein perfektes Weihnachten sind oft ganz schön hoch.

Jette Joop: Genau, da steckt immer so ein gewisser Druck dahinter. Weihnachten ist oft so überfrachtet mit irgendwelchen Erwartungen.

Und bei Ihnen? Wie sieht beispielsweise Ihre „perfekte Weihnachtsdeko“ aus – eher opulent oder stilvoll-reduziert?

Jette Joop: Meine Weihnachtsdeko ist ein bisschen retro und eher amerikanisch angehaucht. Da bin ich durch meine Jahre in Los Angeles und New York geprägt. Es wird also etwas bunter, etwas opulenter, etwas lustiger und gar nicht so wirklich stylish oder perfekt, wie man sich vielleicht so vorstellt. Eine Kombination aus alten und schönen Sachen, die ich über die Jahre aufgehoben habe. Aber genau dieses Imperfekte finde ich gut. Alles, was zu perfekt ist, macht starr und lässt wenig Raum für irgendetwas anderes.

Und wie sieht es mit dem Weihnachtsbaum aus – ist der für Sie ein Muss zum Fest?

Jette Joop: Ohne Weihnachtsbaum geht gar nichts! Aber ich fand es schade, dass jedes Mal ein Baum abgeholzt werden muss, damit ich ihn an Weihnachten zuhause aufstellen kann. Also hatte ich dieses Jahr eine „Nachhaltigkeits-Idee“: Ich wollte einen Weihnachtsbaum auf unserem Balkon pflanzen.

Das klingt nach einer super Idee!

Jette Joop: Ja, vor allem, weil einer der Bäume auf dem Balkon – ein Zierapfel – von Kaninchen angefressen worden und abgestorben ist. Da haben wir bei der Hausgemeinschaft eine Petition eingereicht: Wir haben gefragt, ob wir anstelle eines neuen, dritten Zierapfel-Bäumchens einen Weihnachtsbaum pflanzen dürfen. Die Antwort war, dass ein Weihnachtsbaum das Gesamt-Arrangement stören würde.

Wie kann ein Weihnachtsbaum denn stören?

Jette Joop: Ja, eben, vor allem draußen, auf dem Balkon. Dann könnte er nach den Feiertagen einfach weiterleben. Wird aber wahrscheinlich nichts draus.

Wir drücken auf jeden Fall die Daumen für den Balkon-Weihnachtsbaum. Gibt es für Sie noch etwas, das auf gar keinen Fall fehlen darf, um die perfekte Weihnachtsstimmung zu erzeugen?

Jette Joop: Außer ein bisschen Deko überall und einem Weihnachtsbaum brauche ich nichts. Als Kind hatte ich eine selbstgebastelte Krippe. Da mussten es immer dieselbe Krippe und derselbe Schmuck zu Weihnachten sein, sonst war alles ganz furchtbar. Das ist heute aber nicht mehr so.

Und was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

Jette Joop: Mehr Normalität, würde ich jetzt fast sagen. Oder mehr Ruhe in irgendeiner Form. Aber ob das wirklich bei mir klappt, ist eher fraglich.

Erschwerend ist dabei, dass es weder Normalität noch Ruhe im Laden zu kaufen gibt.

Jette Joop: Ja, richtig. Obwohl ich sagen muss, dass die materiellen Wünsche erfreulicherweise im Laufe der Zeit abnehmen. Ich weiß noch, wie ich mit 12 geheult habe, weil ich kein Barbiehaus zu Weihnachten bekommen habe. Heute freue ich mich eher über die kleinen Dinge. Das einzige, womit man mich in dieser Hinsicht immer noch locken kann, sind natürlich Autos. Aber nicht, um sie zu besitzen, sondern um sie zu fahren. Oder gefahren zu werden, um korrekt zu sein. Aber ansonsten gibt es eigentlich nichts.

Ist ja vielleicht auch ganz befreiend, wenn sich unsere Einstellung zu Materiellem mit den Jahren ändert.

Jette Joop: Ja, wenn man irgendwann mal auf den Berg der Dinge schaut, die man über die Jahre so angesammelt hat, fragt man sich schon „Was sollte das denn? Was war da los?“. Vielleicht entwickelt sich da so ein Sammel- und Versorgungswahn, wenn man heiratet und Kinder bekommt. Und der nimmt dann langsam wieder ab, wenn man nicht mehr so das Bedürfnis hat, alles zu horten. Das könnte vielleicht auch sein.

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Sie begeistern mit originellen Designkonzepten für die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Ihr Ideenreichtum scheint keine Grenzen zu kennen. Wie war das bei JETTE Betten: Kam die Inspiration dafür quasi im Schlaf?
Ich lasse mich inspirieren, indem ich hellwach durchs Leben gehe, auch bei den JETTE Betten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und sauge Eindrücke aus verschiedenen Bereichen auf, um sie in die Farbgestaltung und Formensprache meiner Designs zu übersetzen. Die JETTE Bettenkollektion findet ihren Ursprung im Industriedesign, das ich auch studiert habe. Inspiriert durch Architektur, Grafiken und Kunst sind klare, urbane und zeitlose Designs entstanden. Grafische Formen, die Ruhe und Entspannung ausstrahlen und den persönlichen Stil unterstreichen.

Die für JETTE typischen kosmopolitischen Designmerkmale und das optimistische Lebensgefühl sind also ohne Einschränkungen auf das Ruhemöbel schlechthin übertragen?
Ja, absolut. Auch in der JETTE Bettenkollektion vereinen sich ausdrucksvolle Formensprache, praktische Funktionen und hohe Wertigkeit ideal. Sie wecken die Freude am Schlafen – und am Verschönern des Schlafzimmers.

Wie äußert sich das? Was zeichnet die JETTE Bettenkollektion aus?
Die Reduktion auf das Wesentliche. Mit JETTE Betten gelingt es mühelos, sein ganz eigenes JETTE Bett zusammenzustellen: So setzt sich die JETTE Bettenkollektion aus sechs unterschiedlichen Stilrichtungen zusammen. Als “All-in-Modelle“ verfügen die JETTE Betten über eine smarte Variations-Bandbreite. Diese ermöglicht das individuelle Anpassen der Betten an den persönlichen Anspruch. Zum anderen sind alle JETTE Betten sowohl als Boxspring- als auch als Polsterbettvariante erhältlich. Mehr noch: In beiden Varianten ist auch die Luxusversion mit motorischer Verstellung berücksichtigt; die Boxspringvariante selbst gibt es auch mit stoffbezogener Matratze und somit in optisch ansprechender Einheit.

Sie haben es vorhin bereits erwähnt: Bei Ihren Designs steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen immer im Fokus. Wie ist das bei JETTE Betten? Für wen haben Sie die Kollektion entworfen?
Wie alle meine Kollektionen richtet sich auch JETTE Betten vornehmlich an kreative, trendbewusste Frauen mit einem modernen, selbstbewussten Lebensstil. Frauen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und ihr Schlafzimmer als Ruhepol zu ihrem dynamischen Leben einrichten möchten. Für alle, die offen sind für Neues und die ihre Welt bereichern möchten mit gutem, wertigem Design, das nicht die Welt kostet. Und die wissen, dass sie mit JETTE Betten in jeder Hinsicht die richtige Wahl treffen.

Trifft Ihre Bettenkollektion auch Jette Joops persönliche Vorstellung vom schöneren Schlafen?
Ja, selbstverständlich. In meiner neuen Bettenkollektion finden sich unter plakativen Schlagworten alle Eigenschaften, die Wohlfühlkomfort für mich persönlich ausmachen. Gut und erholsam zu relaxen und zu schlafen, bedeutet für mich, am nächsten Morgen unbeschwert aufzuwachen und den neuen Tag mit noch mehr Elan und Freude zu genießen.