Was inspiriert Jette Joop, wenn es draußen kalt und grau ist? – EXKLUSIVES INTERVIEW MIT JETTE JOOP

EXKLUSIVES INTERVIEW MIT DESIGNERIN JETTE JOOP

Kalt, ziemlich grau und – zumindest gefühlt – immer dunkel: Der November zählt nicht gerade zu den fröhlichsten Monaten des Jahres. Wenn die Sonne nicht mehr genug Kraft hat, um gegen Nebel und Regen anzustrahlen, kommt auch unsere Motivation nicht mehr so richtig zum Vorschein.

Bye-bye, Inspiration – hello, Novemberblues? Mitnichten! Vor allem nicht dann, wenn es gleichzeitig Beruf und Berufung ist, Menschen immer wieder aufs Neue mit originellen Ideen und kreativen Designs zu begeistern:

Wir treffen Designerin Jette Joop an einem „goldenen Herbsttag“. Gut gelaunt verrät sie uns im exklusiven Interview, was ihre Kreativität auch an trüben Tagen erweckt und was sie inspiriert, wenn es draußen kalt und grau ist:

Wenn die kalte, trübe, dunkle Jahreszeit kommt, fällt es vielen Menschen schwer, ihre innere Motivation und Inspiration zu finden. Kennen Sie das auch?

Jette Joop: Interessanterweise ist meine Inspiration im Winter sogar besser. Der Sommer und die Sonne lenken schon sehr ab. Man fragt sich, was man alles so unternimmt, ob man auf der richtigen Gartenparty ist oder ob man schon die perfekte Bikinifigur hat (lacht). Da ist der Winter die Zeit der Besinnlichkeit. Man ist gerne drinnen und kann sich einkuscheln, das fördert manchmal die Kreativität. Bei mir kann es so im Februar/März ein bisschen schwierig werden. Da ist man dann müde vom langen Winter, der Serotoninlevel ist gesunken. Dann schlägt einem das Graue schon einwenig aufs Gemüt und die Inspiration nimmt ab.

Sie haben es ja vorhin ganz kurz angesprochen: Es wird alles ein bisschen kuscheliger im Herbst. Wie sieht denn für Sie so ein perfekter Novemberabend aus?

Jette Joop: Na ja, kuschelig eben – im Bett, ehrlich gesagt (lacht). Am allerbesten natürlich im JETTE Bett, mit den schönen Bezugsstoffen und dem tollen Komfort, den es bietet. Dabei in den Schlaf- oder Jogginganzug und in Haussocken schlüpfen. Ich liebe seit Neuestem auch diese Kissen zum Aufwärmen mit Kräutergeruch, wie beispielsweise Lavendel, Rosmarin oder Thymian. In Kombination mit einer Tasse Tee und ein bisschen Gebäck finde ich das ganz toll. Manchmal schaue ich auch YouTube auf dem Fernseher. Oder ich entspanne beim Quatschen mit Freunden. Das alles wirkt durchaus inspirierend auf mich.

Gutes Essen ist ja auch Nahrung für die Seele. Lieben Sie geröstete Maronen, Martinsgans und Glühwein? Oder welche kulinarischen Highlights bietet Ihnen die kalte Jahreszeit?

Jette Joop: Die Gerüche machen mich viel mehr an als das Essen selbst. Man sagt ja auch „ein voller Bauch studiert nicht gern“. Insofern stopfe ich mich nicht wirklich so gerne voll, weil dann gar nichts mehr geht. Aber, so ein bisschen was essen, hier und da mal Rotkraut probieren, Maronen oder auch gebackene Äpfel naschen. Und der Duft ist unglaublich toll! Man könnte also sagen, ich „snacke“ oder betreibe so eine Art „Food-Sampling“.

Das heißt, das genussvolle „Schnuppern“ und Probieren befeuert Ihre Synapsen?

Jette Joop: Ja, auf jeden Fall! Musik bewirkt das manchmal auch bei mir. Aber da geht nicht jede Art von Musik. Ich habe das Gefühl, dass ich Töne sehr intensiv höre und mich den Emotionen des Songs dann nicht entziehen kann. Das ist dann eher hinderlich als inspirierend.

Ja, Musik hat diese unmittelbare Auswirkung auf unser Gemüt. Gibt es denn eine Musikrichtung, die Ihnen dabei hilft, sich auf den kreativen Prozess einzustimmen?

Jette Joop: Ja, Rockmusik ist super.

Wirklich? Wir hätten jetzt eher auf ruhigere, sanftere Töne getippt.

Jette Joop: Nein, bei mir ist es Metallica. Aber auch nur manche Lieder. Verschiedenes von Pink Floyd funktioniert auch ganz gut. Generell ist es eher stärkere, härtere Musik mit „Heartbeat“, die den kreativen Prozess bei mir einläutet. Oder auch Songs mit stark repetitiven Tonfolgen. Da gibt es zum Beispiel ein Lied, das habe früher öfters gerne beim Autofahren gehört – „Urgent“ von der Band Foreigner. Da wiederholen sich Textzeilen und die Melodie ständig, aber genau das scheint zu funktionieren. Dann gibt es wiederum einen Song, bei dem ich sofort und übergangslos nicht mehr kreativ bin. Und das ist „Hello“.

Von Adele? Das Lied zieht Sie emotional so stark in den Bann?

Jette Joop: Ja, wenn ich das höre und diese Stimme, das berührt dann irgendwas. Das ist wie bei einem guten Essen: alle Kraft geht dann da hinein. Da geht gar nichts mehr danach.

Und wie lange haben Sie gebraucht, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht?

Jette Joop: Ach, nur so bis ich 50 geworden bin. Also gar nicht lange (lacht). Man kommt halt mit so einer Kondition zur Welt und niemand erklärt einem genau, wie man damit umgehen soll. Außerdem zeichnet sich Kreativität ja durch eine grundlegende Eigenschaft aus: Sie ist so eine flüchtige Blume, die sich nicht immer bei Bedarf zeigt. Sie funktioniert leider nicht nach dem Motto „Wir setzen uns um 12 Uhr hin und sind dann kreativ.“

Aber es gibt sicher Kreativitätstechniken, die Sie anwenden?

Jette Joop: Ja, die gibt es. Und die sind auch wichtig, weil Kunden natürlich nicht ewig darauf warten können, dass irgendwann mal vielleicht die Inspiration kommt. Da kann man verschiedene Kreativitätstechniken anwenden. Manchmal nutzt man dafür die Ruhe oder man geht in ein Café und nimmt auf, was da so passiert. Der Schlüssel ist die absolute Fokussierung, die zu einer Art innerem Tunnelblick führt. Man ist dann sozusagen wie ein tiefenkonzentrierter Tänzer auf dem Drahtseil, der nichts anderes mehr wahrnimmt.

Und wie ist das mit Berlin: Wie sehr inspiriert Sie die Stadt, in der Sie leben und arbeiten? Wie viel Berlin steckt in der JETTE Bettenkollektion?

Jette Joop: JETTE Betten sind urban, klar und graphisch. Natürlich ist meine Bettenkollektion von Berlin inspiriert, aber auch von jeder anderen Großstadt. Einwenig auch von den Hotels, in denen man so gewesen ist. Von dem, was man selber kennt, was man sich selbst kaufen würde und was man gerne an seine individuellen Wünsche anpassen würde.

Schlendern Sie auf der Suche nach Ideen auch gezielt durch die Stadt oder eher durch die Natur? Oder werden Sie auch anderswo fündig?

Jette Joop: Doch, ich schaue ganz viel Schaufenster und natürlich ganz viel im Internet. Magazine oder Zeitschriften hingegen lese ich überhaupt nicht mehr. Das hat sich definitiv geändert, dass der Aspekt der Visualisierung stark zugenommen hat. Ich erwarte bewegte, lebendige Bilder, die etwas Echtes, etwas Reales bieten – und nicht so starr und „überarrangiert“ sind, wie in Magazinen. Daraus ist vor zwanzig Jahren auch die Idee zur Marke JETTE entstanden. JETTE ist ein „Wir-Brand“. Eine Marke, die teilt und mitreißt. Damals wurde das als mehr oder minder langweilig kritisiert und heute ist es genau die Welt, in der wir leben.

Und zum Abschluss, weil es bestens zu JETTE Betten passt und angeblich für gute Laune sorgt: Frau Joop, machen Sie morgens Ihr Bett?

Jette Joop: Immer. Das ist ein festes Ritual für mich. Wenn ich morgens das Bett nicht gemacht habe, fühle ich mich den ganzen Tag lang unaufgeräumt. Das Bett zu machen, ist für mich ein Abschluss der Nacht und ein Frischmachen für den Tag. Ich bin auch ein großer Freund von Überdecken, die haben so etwas Ordentliches. Ich liebe es auch Betten zu beziehen! Das mache ich immer selber. Auch wenn ich da vermutlich einen Knall habe, weil ich die Bettwäsche ungefähr alle drei Tage wechsle. Ich glaube, das habe ich von meiner Oma, mit der ich früher immer gemeinsam die Betten bezogen habe. Ich finde den Duft von frischer Bettwäsche ganz toll – abends frisch rein – und morgens wieder frisch raus. Und das ist Tag für Tag eine kleine Inspiration!

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Sie begeistern mit originellen Designkonzepten für die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Ihr Ideenreichtum scheint keine Grenzen zu kennen. Wie war das bei JETTE Betten: Kam die Inspiration dafür quasi im Schlaf?
Ich lasse mich inspirieren, indem ich hellwach durchs Leben gehe, auch bei den JETTE Betten. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und sauge Eindrücke aus verschiedenen Bereichen auf, um sie in die Farbgestaltung und Formensprache meiner Designs zu übersetzen. Die JETTE Bettenkollektion findet ihren Ursprung im Industriedesign, das ich auch studiert habe. Inspiriert durch Architektur, Grafiken und Kunst sind klare, urbane und zeitlose Designs entstanden. Grafische Formen, die Ruhe und Entspannung ausstrahlen und den persönlichen Stil unterstreichen.

Die für JETTE typischen kosmopolitischen Designmerkmale und das optimistische Lebensgefühl sind also ohne Einschränkungen auf das Ruhemöbel schlechthin übertragen?
Ja, absolut. Auch in der JETTE Bettenkollektion vereinen sich ausdrucksvolle Formensprache, praktische Funktionen und hohe Wertigkeit ideal. Sie wecken die Freude am Schlafen – und am Verschönern des Schlafzimmers.

Wie äußert sich das? Was zeichnet die JETTE Bettenkollektion aus?
Die Reduktion auf das Wesentliche. Mit JETTE Betten gelingt es mühelos, sein ganz eigenes JETTE Bett zusammenzustellen: So setzt sich die JETTE Bettenkollektion aus sechs unterschiedlichen Stilrichtungen zusammen. Als “All-in-Modelle“ verfügen die JETTE Betten über eine smarte Variations-Bandbreite. Diese ermöglicht das individuelle Anpassen der Betten an den persönlichen Anspruch. Zum anderen sind alle JETTE Betten sowohl als Boxspring- als auch als Polsterbettvariante erhältlich. Mehr noch: In beiden Varianten ist auch die Luxusversion mit motorischer Verstellung berücksichtigt; die Boxspringvariante selbst gibt es auch mit stoffbezogener Matratze und somit in optisch ansprechender Einheit.

Sie haben es vorhin bereits erwähnt: Bei Ihren Designs steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen immer im Fokus. Wie ist das bei JETTE Betten? Für wen haben Sie die Kollektion entworfen?
Wie alle meine Kollektionen richtet sich auch JETTE Betten vornehmlich an kreative, trendbewusste Frauen mit einem modernen, selbstbewussten Lebensstil. Frauen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und ihr Schlafzimmer als Ruhepol zu ihrem dynamischen Leben einrichten möchten. Für alle, die offen sind für Neues und die ihre Welt bereichern möchten mit gutem, wertigem Design, das nicht die Welt kostet. Und die wissen, dass sie mit JETTE Betten in jeder Hinsicht die richtige Wahl treffen.

Trifft Ihre Bettenkollektion auch Jette Joops persönliche Vorstellung vom schöneren Schlafen?
Ja, selbstverständlich. In meiner neuen Bettenkollektion finden sich unter plakativen Schlagworten alle Eigenschaften, die Wohlfühlkomfort für mich persönlich ausmachen. Gut und erholsam zu relaxen und zu schlafen, bedeutet für mich, am nächsten Morgen unbeschwert aufzuwachen und den neuen Tag mit noch mehr Elan und Freude zu genießen.