Heilpflanze des Jahres 2020
Was uns die himmelblaue Wegwarte Gutes tun kann

Wenn wir an einem Sonntagnachmittag einen schönen Spaziergang durch den Wald unternehmen, wird unser Weg meist von zahlreichen Pflanzen und Blumen begleitet. Unter einem üppigen, grünen Teppich schimmern zarte Blüten in Lila oder Gelb hervor oder wir werden von einem verführerischen Duft eingehüllt, der erahnen lässt, welche kostbaren Schätze hier verborgen sein müssen. Tatsächlich hat Mutter Natur gut für uns gesorgt. Zahlreiche Heilpflanzen sind schon seit Jahrhunderten für ihre wohltuende Wirkung bekannt. Viele Jahre schlummerte das wertvolle Wissen der alten Heilpraktiker wie Hildegard von Bingen oder Paracelsus. Doch immer mehr beschäftigen wir uns heute mit den natürlichen Helfern.

Damit dieses Wissen in unserem geschäftigen Leben wieder einen Platz finden kann, wird seit 1990 jedes Jahr ein ganz besonderes Heilkraut in den Mittelpunkt gerückt und erhält die ehrenwerte Auszeichnung als „Heilpflanze des Jahres“. Damit sollen vor allem unbekannte Heilpflanzen, deren Heilkraft wir fast vergessen haben, neu entdeckt werden. So natürlich auch in diesem Jahr geschehen. Lasst uns heute zusammen auf die himmelblaue Wegwarte anstoßen, die uns 2020 sogar leckeren „Kaffeegenuss“ beschert. Wie das klappt und was die Heilpflanzen noch so alles kann, verraten wir euch in diesem Artikel.

Das „blaue Wunder“ der Natur

Blauwarte, Sonnenbraut, Faule Magd, Hansel am Weg oder Cichorium intybus – die Wegwarte hat so einige Namen, doch kaum einer kennt die zarte, filigrane Pflanzen mit ihren himmelblauen Blüten noch heute. Dabei ranken sich wahrhafte Legenden um das unscheinbare Heilkraut. So erzählt man sich, dass die Wegwarte genau dort am Wegesrand entsprang, wo einst ein Mädchen voller Sehnsucht auf ihren Liebsten wartete. Seither trifft man die Wegwarte am häufigsten rechts und links abseits der Pfade.

Auch wenn euch die Wegwarte bisher unbekannt war, kennt ihr sicher ihre Kulturformen: Chicorée und Radicchio sind gern genutzte Zutaten für einen knackigen Salat und stammen von ihr ab. Das Pflänzchen hingegen fristet noch ein Schattendasein. Damit soll jetzt Schluss sein, denn das natürliche Kraftpaket hat eine Menge zu bieten.

Noch lange vor Christi Geburt schätzten Urvölker die Wegwarte als leckeres Gemüse. Die alten Ägypter sollen sie angebaut haben und auch bei den Römern fand sie bereits als Heilpflanze Anwendung. Im Laufe der Jahrhunderte gewann die Pflanze immer größere Bedeutung als wohltuendes Mittel bei Blasen-, Leber- und Nierenleiden. Heute ist die Wegwarte bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden sogar wissenschaftlich anerkannt und soll die Verdauungssäfte aktivieren. Das „blaue Wunder“ kann damit der ideale Begleiter einer Detoxkur sein. Wenn ihr euch im Frühling etwas Gutes tun wollt, genießt eine Tasse Tee aus 1 bis 2 Teelöffeln Wegwartenkraut.

Aus der Pflanzenheilkunde wie von Pfarrer Kneipp geht hervor, dass die Wegwarte bei allgemeinen Schwächezuständen, Rheuma und Gicht, aber auch äußerlich bei Hautkrankheiten eine wohltuende Wirkung haben kann. Siehe da, die Faule Magd scheint sich als echter Beautyhelfer zu entpuppen. Eine Kompresse mit dem Teeaufguss getränkt, kann bei unreiner Haut Abhilfe schaffen.

Kulinarische Raffinessen

Nicht nur als „Heilpflanze des Jahres“ macht die Wegwarte Karriere. Sie wurde bereits 2005 zum „Gemüse des Jahres“ und 2009 zur „Blume des Jahres“ gewählt. Der Shooting-Star zeigt sich als ein echter Alleskönner, denn neben der heilsamen Wirkung gibt die Pflanzen im Frühling eine gute Figur in einem Fitnesssalat ab, den ihr nach einem schönen Waldmarsch sicher gut vertragen könnt. Die jungen Blätter zaubern einen angenehm milden Geschmack und liefern gleich noch viele wertvolle Mineralien.

Noch vor der Blüte ab Mitte Juni solltet ihr die Blauwarte als Spinatersatz probieren oder als köstliche Suppe zubereiten. Wer mal etwas anders versuchen möchte, kann die Wegwarte als Gemüsebeilage servieren. Dazu wird die Pflanze geschält, klein geschnitten und für ca. zwei Stunden gewässert. Ein echtes Highlight zaubert ihr, indem ihr die Blüten kandiert. Wir versprechen euch einen echten Genuss für alle Sinne.

Entspannt schlafen trotz Kaffee am Abend

 Kennt ihr „Muckefuck“? Klingt ein bisschen seltsam, aber vielen ist der lustige Name als Synonym für den Landkaffee bekannt, der lange Zeit und auch heute noch gern als Alternative zu Bohnenkaffee getrunken wird. Was das mit unserer Pflanze zu tun hat? Nun ja, der Zichorienkaffee wird aus der getrockneten und gerösteten Wurzel der Wegwarte hergestellt, anschließend zu Pulver zermahlen und mit heißem Wasser übergossen. Der Geschmack ist dem Kaffeearoma zum Verwechseln ähnlich. Mit Mandel- oder Hafermilch verfeinert, zeigt sich das Getränk als exquisiter Milchkaffee – fast so als würdet ihr direkt unter dem Eiffelturm in Paris sitzen. Ein Croissant darf dazu in keinem Fall fehlen.

Im Vergleich zum Bohnenklassiker punktet der Pflanzenkaffee mit gesunden Inhaltsstoffen wie Eisen und Zink und ist frei von Koffein. Vor allem, wenn ihr Kaffeeliebhaber seid, ist der Landkaffee eine gute Möglichkeit am Abend noch eine Tasse zu genießen und dann in eurem JETTE Bett ohne Probleme ins Land der Träume zu gleiten.

Wir hoffen, dass euch die Wegwarte genauso fasziniert wie uns, ihr bei eurem nächsten Spaziergang am Wegesrand etwas genauer hinseht und sie vielleicht am Wegesrand entdeckt. Und wer weiß, vielleicht hat ja genau dort eine Liebesgeschichte ein Happy End gefunden. Wir wünschen euch jedenfalls viel Spaß beim Entdecken – und viel #freudeamschlafen, denn wir stoßen in unserem JETTE Bett am Abend ab jetzt mit Zichorienkaffee an!