Freude am Schlafen trotz Hitze

Wir haben coole Tipps für euch!

Es ist offiziell: Laut Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels war der Juli 2019 weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Reihenweise wurden überall Temperaturrekorde gebrochen – wahrscheinlich auch in so manchem Schlafzimmer. Denn wenn das Thermometer tagsüber auf über 40 °C klettert, sind tropisch warme Nächte vorprogrammiert. Damit schmilzt oft auch die Hoffnung auf erholsamem Schlaf nach einem anstrengend heißen Tag. Wir haben deshalb ein paar coole Tipps für euch zusammengestellt, mit denen ihr euer Schlafzimmer – und auch euch selbst – auf eine angenehme „Schlaftemperatur“ einstellen könnt. Viel Spaß beim Lesen und viel #freudeamschlafen, auch in heißen Sommernächten!

Tageshitze ausschließen …

Morgens nach dem Aufstehen am besten gleich die Fenster schließen, Jalousien runterlassen und Vorhänge zuziehen: Wenn alle Schotten dicht sind, hat die heiße Sommersonne keine Chance, das Schlafzimmer tagsüber in einen Backofen zu verwandeln. Alles wieder öffnen und „auf Durchzug stellen“, solltet ihr möglichst erst spät am Abend, wenn die Luft am kühlsten ist und frischen Wind in euer Schlafgemach wehen kann.

… kühlere Nachtluft reinlassen

Apropos auf Durchzug stellen: Wenn es die Geräuschkulisse draußen zulässt, solltet ihr in warmen Sommernächten euer Schlafzimmerfenster ganz offen lassen – und am besten auch die Schlafzimmertür. So kann die frische Luft, die nachts in den Raum strömt und die für guten Schlaf besonders wichtig ist, ungehindert zirkulieren und für Abkühlung sorgen. Dabei solltet ihr aber unbedingt darauf achten, dass ihr euch nicht in direkter Zugluft schlafen legt. Damit aus dem nächtlichen Abkühlungsprogramm am nächsten Tag nicht ein steifer Nacken oder eine Sommererkältung wird.

Kühlende Bettwäsche benutzen

Wie man sich bettet, so liegt man. Im Sommer am liebsten so kühl wie nur möglich. Die richtige Bettwäsche kann dabei wahre Wunder wirken: Bezieht euer Bett in der heißen Jahreszeit deshalb mit Materialien, die Klima regulierend wirken. Dazu gehören z. B. edle Naturseide oder robustes Leinen. Aber auch Jersey (Mix aus Baumwolle und synthetischen Fasern), Renforcé (Baumwollstoff, der Feuchtigkeit optimal aufnimmt), Perkal (hochwertige, atmungsaktive ägyptische Baumwolle) oder die gute alte Seersucker-Bettwäsche (gekreppter, luftdurchlässiger Baumwollstoff) sorgen für einen angenehmen Kühleffekt auf der Haut. Und in trendigen Farben sehen sie auch richtig cool auf eurem JETTE Bett aus! Vergesst auch nicht eine passende, leichte Bettdecke.

No-Go: Unbedeckt und unbekleidet schlafen

Bettdecke?!? In tropisch warmen Sommernächten?!? Ja. Denn eine leichte, Temperatur regulierende Bettdecke – etwa aus Seide, Daunen, Baumwolle oder Microfaser – ist bei Hitze genauso empfehlenswert wie leichte Schlafbekleidung. Hier sind ein T-Shirt oder Shorts aus atmungsaktivem (Funktions-)Stoff völlig ausreichend. Denn die Sache ist: Im Sommer schwitzen wir stärker – auch nachts, wenn die Temperaturen wieder fallen und es kühler wird. Hinzu kommt noch, dass unser Körper die eigene Temperatur nicht selbst regulieren kann, wenn wir uns im REM-Schlaf befinden. Damit steigt das Risiko, dass wir nachts auskühlen – besonders, wenn wir  unbedeckt oder auch unbekleidet schlafen. Die leichte Bettdecke oder Bekleidung können also effektiv verhindern, dass unser Körper uns am nächsten morgen mit Erkältungsbeschwerden weckt.

Keine Nachtschicht für Klimaanlagen

Um Verkühlung oder gar Unterkühlung zu vermeiden, sollte die Klimaanlage nachts eine Ruhepause einlegen. Das gilt übrigens auch für den Ventilator. Beide „Kühlgeräte“ sorgen in heißen Sommernächten zwar für frischen Wind, können aber auch Muskelverspannungen, einen steifen Nacken oder auch einen gestandenen Schnupfen produzieren. Und nichts davon trägt dazu bei, die nächste Hitzewelle so entspannt wie nur möglich zu überstehen.

Abschalten und ausschalten

Abschalten und ausschalten vor dem Schlafen gehen, ist äußerst empfehlenswert. Damit meinem wir aber nicht nur Klimaanlage und Ventilator oder die eigenen Gedanken. Vor allem elektronischen Geräten solltet ihr in warmen Sommernächten den Strom abdrehen. Sie produzieren auch im Standby-Modus nur unnötig zusätzliche Wärme – und stören den Schlaf damit noch mehr. Also, das heißgeliebte Smartphone, Tablet und Laptop ausschalten bzw. ganz vom Netz nehmen. Das gilt auch für die dazugehörigen Ladekabel, die sich nur unnötig aufheizen. So spart ihr euch zusätzliche Wärme- und Stromkosten-Quellen.

Echt cool: warm duschen

Nach einem megaheißen Tag noch eiskalt duschen bevor man sich abends ins Bett legt? Klingt echt verlockend! Und ist doch völlig kontraproduktiv. Im Laufe der Evolution hat unser Körper nämlich gelernt, dass wir bei Eiseskälte erfrieren könnten. Deshalb steuert er dieser vermeintlichen Lebensgefahr unter der kalten Dusche entgegen: Die Gefäße ziehen sich zusammen, um die Wärme im Körperinneren zu halten. Die Durchblutung wird gesteigert, die Haut wird rot und genau das, was wir eigentlich nicht wollen: warm. Deshalb lieber lauwarm duschen. So kann sich der Körper leicht und schonend abkühlen, ohne „lebensrettende“ Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Eiseskälte: generell tabu

Eiskalte Abkühlung solltet ihr aufgrund des oben genannten Effekts generell meiden. D. h., verzichtet lieber auf stark gekühlte Getränke. Lauwarme Kräutertees oder Mineralwasser und Saftschorlen, die Zimmertemperatur haben, belasten den Körper weitaus weniger und bringen euch damit weniger zum Schwitzen. Wenn ihr euch in heißen Sommernächten ein Kühlelement oder eine zum Kühlpad umfunktionierte Wärmflasche ins Bett legt, beachtet eins: Die coolen Hitzebekämpfer sollten nie direkt aus dem Gefrierfach, sondern lieber aus dem Kühlschrank kommen. So bleiben euch auch unangenehme Kälteverbrennungen erspart.

Sommerlich leicht genießen

Zur Sommerzeit lockt der Biergarten und leckere Grillpartys laden zum Schlemmen ein. Bei Temperaturen jenseits der 30 °C sollten wir diesen beiden köstlichen Versuchungen zumindest abends ab und zu widerstehen –

des guten Schlafes wegen: Im Hitzestress am Abend noch mit Alkohol und gehaltvollem Essen fertig zu werden, ist für unseren Körper Schwerstarbeit. Leichte Kost – z. B. Salate, Gemüse, Obst, mageres Fleisch, Fisch, Kartoffeln oder Reis – kostet ihn auch weniger Kraft und bringt euch mehr erholsamen Schlaf. Zum Thema Kraft fällt uns noch etwas ein: Verzichtet an heißen Sommertagen ruhig mal auf schweißtreibendes Workout. Oder verlegt es in die frühen, noch kühlen Morgenstunden, um euren Körper nicht unnötig zu belasten.

Kühlen Kopf bewahren

Wenn sich der Schlaf trotz aller Abkühlungsmaßnahmen nicht gleich einstellt, lasst euch nicht verrückt machen. Und vor allem nicht die Freude am Schlafen verderben. Bleibt cool, steht aus dem Bett auf und macht etwas Entspannendes oder Langweiliges, bis ihr merkt, dass eure Augen langsam immer schwerer werden. Vielleicht helfen euch die folgenden Gedanken dabei, nächtlichen Sommertemperaturen die kalte Schulter zu zeigen: Irgendwo auf der Welt ist es bestimmt noch heißer als in eurem Schlafzimmer. Und die kühle Umgebung, die wir für erholsamen Schlaf brauchen, schafft ihr am besten mit einer lässig-coolen Einstellung gegenüber heißen Sommernächten!